Die Kosten einer Bestattungsvorsorge entsprechen der Bestattung, die Sie festlegen: laut Aeternitas meist 7.000 bis 8.000 Euro mit Grabmal, ohne Grabpflege, bei einer Spanne von 2.750 bis 44.700 Euro. Für die Treuhand können Gebühren hinzukommen, eine öffentliche Angabe zur Höhe gibt es nicht. Planen Sie zusätzlich einen Puffer für Preissteigerungen ein.
Stand: Oktober 2026
Wer für die eigene Beerdigung vorsorgt, muss zwei Fragen klären: Welche Summe lege ich zurück, und was kostet der Vertrag selbst? Diese Seite zeigt belegte Beispielsummen je Bestattungsart, erklärt, warum der Ort so viel ausmacht, und beantwortet die Fragen zu Sozialamt und Steuer.
Für wen möchten Sie vorsorgen?
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Welche Kosten hat eine Bestattungsvorsorge, und welche Summe brauche ich?
Die Summe richtet sich nach den Leistungen, die Sie festlegen. Die Verbraucherinitiative Aeternitas nennt für eine Beerdigung mit Grabmal und Grabanlage meist 7.000 bis 8.000 Euro. Die Grabpflege ist darin nicht enthalten. Die Kosten verteilen sich auf mehrere Stellen.
Die größte Spanne hat die Friedhofsgärtnerei. Eine Dauergrabpflege für die ganze Ruhezeit kostet laut Aeternitas 2.500 bis 15.000 Euro. Wer sie mit absichern will, muss sie in die Vorsorgesumme einrechnen. Was eine Beerdigung im Einzelnen kostet, zeigt der Überblick Was kostet eine Beerdigung?.
Beispielsummen je Bestattungsart
Die Bestattungsart verschiebt die Summe deutlich. Der Bundesverband Deutscher Bestatter nennt Gesamtspannen von der einfachen bis zur gehobenen Ausführung. Für Erd- und Feuerbestattung hat er zusätzlich Musterrechnungen erstellt.
| Bestattungsart | Gesamtkosten einfach bis gehoben | Musterrechnung einfach | Musterrechnung Standard |
|---|---|---|---|
| Erdbestattung | 5.410 bis 17.700 € | 7.542 € | 14.208 € |
| Feuerbestattung | 4.660 bis 16.200 € | 5.304 € | 10.793 € |
| Seebestattung | 4.150 bis 11.050 € | keine Angabe | keine Angabe |
| Baumbestattung | 4.400 bis 9.000 € | keine Angabe | keine Angabe |
Gesamtspannen: Bundesverband Deutscher Bestatter, zitiert nach check24.de, Stand März 2026. Musterrechnungen: Bundesverband Deutscher Bestatter, Stand August 2024, zitiert nach allianz.de.
Diese Werte sind Orientierung, kein Angebot. Ihre Summe hängt von Grabart, Friedhof und Wünschen ab. Der Bestattungskosten-Rechner rechnet mit den Friedhofsgebühren der erfassten Städte.
Was kostet der Vorsorgevertrag selbst?
Der Vorsorgevertrag ist der Auftrag an das Bestattungshaus. Sie bezahlen damit die vereinbarten Leistungen. Daneben steht der Vertrag, der das Geld sichert. Dafür gibt es drei Wege mit unterschiedlichen Kosten.
- Treuhandkonto: Laut Aeternitas fallen für die Treuhandstelle Gebühren an. Eine öffentlich abrufbare Gebührenangabe haben wir nicht gefunden. Die Stiftung Warentest hat im Januar 2025 acht Anbieter getestet, die Kostendetails sind kostenpflichtig.
- Sparbuch mit Sperrvermerk: Es gelten die Konditionen Ihrer Bank oder Sparkasse.
- Sterbegeldversicherung: Die Kosten stecken in den Beiträgen. Laut Stiftung Warentest zahlen viele Kunden über die Jahre mehr ein, als ausgezahlt wird.
Fragen Sie bei jedem Angebot schriftlich nach allen Kosten: einmalige Gebühren, laufende Kosten und Kosten bei Kündigung. Eine Kündigung ist nicht immer kostenlos. Das Bestattungshaus kann nach § 648 BGB seine Vergütung abzüglich ersparter Kosten verlangen. Für den noch nicht erbrachten Teil vermutet das Gesetz 5 Prozent. Wie das Geld bei der Treuhand gesichert ist, erklärt der Ratgeber Treuhandkonto für die Bestattung.
Die genaue Summe für Ihre Wünsche nennt Ihnen ein Bestattungshaus vor Ort in einem schriftlichen Angebot mit Einzelposten. Über unsere Anfrage erreichen Sie höchstens zwei Bestattungshäuser aus unserem Partnernetz. Für Sie ist das kostenlos, die Häuser bezahlen uns für die Vermittlung.
Warum macht der Ort so viel aus?
Friedhofsgebühren legt jede Gemeinde in ihrer Satzung selbst fest. Ein Sargwahlgrab kostet laut Aeternitas in Berlin rund 1.000 Euro, in München rund 4.600 Euro (Stand 2025, 20 Jahre Nutzung). Dieselbe Vorsorge kann also in einer Stadt reichen und in einer anderen knapp sein.
Unsere eigene Auswertung der Gebührensatzungen von 28 Städten zeigt dasselbe Bild. Ein Urnenreihengrab mit Beisetzung kostet zwischen 639 Euro in Berlin und 2.236 Euro in Köln. Ein Sargwahlgrab mit Erdbestattung kostet zwischen 857 Euro in Berlin und 4.714 Euro in Mainz. Die Werte für Ihre Stadt zeigt der Atlas.
Wie sich die Gebühren zusammensetzen, erklärt der Ratgeber Friedhofsgebühren. Alle Städte im Vergleich finden Sie im Friedhofsgebühren-Atlas.
Wie plane ich Kostensteigerungen bis zum Todesfall ein?
Bestattungen werden teurer. Laut Aeternitas stiegen die Preise 2025 um 3,1 Prozent, 2024 um 4,5 Prozent und 2023 um 5,4 Prozent. Über fünf Jahre waren es mehr als 20 Prozent. Grundlage sind Daten des Statistischen Bundesamts.
Zugleich wächst das Geld oft nicht mit. Die Vertragsbedingungen der Treuhandgesellschaft des Bundesverbands Deutscher Bestatter schulden keine Zinsen und sichern nur den eingezahlten Betrag. Fragen Sie deshalb, welche Posten das Bestattungshaus zum Festpreis zusagt. Friedhofsgebühren kann es nicht festschreiben, weil die Gemeinde sie ändert. Reicht das Guthaben später nicht, tragen die Erben den Rest nach § 1968 BGB.
Einen festen Zuschlag, der für alle passt, gibt es nicht. Ein Puffer für die Fremdkosten ist aber sinnvoll. Wie Sie den Betrag einzahlen und was bei Raten gilt, erklärt der Ratgeber Bestattungsvorsorge: Einmalzahlung oder Raten?.
Wie hoch darf die Vorsorge sein, damit das Sozialamt sie anerkennt?
Eine feste Obergrenze gibt es nicht. Geld aus einem Vorsorgevertrag für eine angemessene Bestattung und Grabpflege kann nach der Härteregel des § 90 Abs. 3 SGB XII geschützt sein. Das hat das Bundessozialgericht entschieden (Urteil vom 18.03.2008, B 8/9b SO 9/06 R). Was angemessen ist, prüft das Amt im Einzelfall nach den Leistungen und den örtlichen Kosten.
Aeternitas fasst die Rechtsprechung so zusammen: Vorsorge bis etwa 6.000 bis 8.000 Euro dürfte grundsätzlich zu verschonen sein, Schwierigkeiten beginnen meist darüber. Bei hohen örtlichen Gebühren haben Gerichte auch mehr anerkannt, etwa das Verwaltungsgericht Münster 10.500 Euro (Urteil vom 21.12.2018, 6 K 4230/17). Zusätzlich bleiben 10.000 Euro Barvermögen je volljähriger Person geschützt (§ 90 Abs. 2 Nr. 9 SGB XII mit Durchführungsverordnung).
In angemessener Höhe und mit klarer Zweckbindung ist die Vorsorge damit in der Regel geschützt, eine Garantie gibt es nicht. Mehr dazu in den Ratgebern Bestattungsvorsorge und Sozialamt und Wie hoch darf eine Bestattungsvorsorge sein?.
Kann ich die Bestattungsvorsorge steuerlich absetzen?
In der Regel nicht. Das Finanzgericht Münster hat entschieden, dass Einzahlungen in einen eigenen Bestattungsvorsorgevertrag keine außergewöhnliche Belastung nach § 33 EStG sind (Urteil vom 23.06.2025, 10 K 1483/24 E). Der Tod treffe jeden, und die Vorsorge sei freiwillig.
Anders ist es bei der Erbschaftsteuer Ihrer Erben. Sie können Bestattungskosten als Nachlassverbindlichkeiten abziehen, ohne Nachweis pauschal 15.000 Euro (§ 10 Abs. 5 Nr. 3 ErbStG). Der Bundesfinanzhof hat einen Fall mit vorab an ein Bestattungshaus abgetretenem Sterbegeld entschieden. Danach gehört der Anspruch auf die Bestattungsleistung zum Nachlass, die Bestattungskosten sind voll abziehbar (Urteil vom 10.07.2024, II R 31/21). Ob das auf Ihren Vertrag übertragbar ist, klären Sie mit einer Steuerberatung. Was Angehörige bei der Einkommensteuer absetzen können, erklärt der Ratgeber Beerdigungskosten absetzen.
Welche Summe passt zu Ihnen?
Die volle Summe vorsorgen passt, wenn …
- Ihre Angehörigen weder entscheiden noch zahlen sollen,
- Sie Grab, Grabmal und Grabpflege mit absichern wollen,
- ein Heimeinzug oder Sozialhilfe möglich ist.
Eine kleinere Lösung passt eher, wenn …
- Sie Ihr Geld noch frei verfügbar brauchen,
- Ihr Wohnort im Alter offen ist,
- Sie vor allem Ihre Wünsche festhalten wollen. Dann genügt zunächst eine Bestattungsverfügung.
Alle Wege der Vorsorge vergleicht der Ratgeber Bestattungsvorsorge.
Häufige Fragen
Zahlt das Sozialamt die Grabpflege, wenn ich nicht vorsorge?
Nein. Das Bundessozialgericht hat entschieden, dass Grabpflegekosten keine Bestattungskosten im Sinne des § 74 SGB XII sind (Beschluss vom 23.02.2016, B 8 SO 103/15 B). Wer Grabpflege gesichert wissen will, muss sie selbst vorsorgen.
Brauchen Ehepaare zwei Verträge?
Das hängt vom Angebot ab. Manche Treuhandverträge sehen mehrere Vorsorgeempfänger vor. Beim ersten Todesfall wird dann nur der Betrag für diese Bestattung ausgezahlt, der Rest bleibt reserviert. Mehr unter Bestattungsvorsorge für Ehepaare.
Kann ich die Summe später erhöhen?
Wenn sich Ihre Wünsche ändern, können Sie den Vorsorgevertrag in Absprache mit dem Bestattungshaus anpassen. Ob weitere Einzahlungen auf das Treuhandkonto möglich sind, regelt der Treuhandvertrag. Lassen Sie jede Änderung schriftlich bestätigen.
- Aeternitas e. V., Kostenspannen je Anbieter, Gesamtkosten 7.000 bis 8.000 Euro, Dauergrabpflege, Stand 06/2026; Bundesverband Deutscher Bestatter, Musterrechnungen, Stand 08/2024; zitiert nach allianz.de, abgerufen am 17.10.2026
- Was kostet eine Beerdigung?, Gesamtkosten je Bestattungsart nach Bundesverband Deutscher Bestatter, Sargwahlgrab Berlin und München nach Aeternitas 2025, check24.de, Stand 19.03.2026
- Finanzierung der Bestattungsvorsorge (Gebühren der Treuhandstelle), Aeternitas e. V., abgerufen am 18.10.2026
- Bestattungsvorsorge, Stiftung Warentest, 15.01.2025; Sterbegeldversicherung, Stiftung Warentest, 17.01.2024
- Preisanstieg bei Bestattungen hat sich abgeschwächt, Pressemitteilung Aeternitas e. V., 22.01.2026
- Vertragsbedingungen Bestattungsvorsorge-Treuhandvertrag, Deutsche Bestattungsvorsorge Treuhand AG, Fassung 2021, abgerufen am 17.10.2026
- Friedhofsgebühren 28 Städte: eigene Auswertung der städtischen Gebührensatzungen, Friedhofsgebühren-Atlas, Stand Oktober 2026
- Finanzielle Bestattungsvorsorge: Wie weit reicht der Schutz vor dem Zugriff des Sozialhilfeträgers?, Aeternitas e. V., Stand 2025 (mit VG Münster, 21.12.2018, 6 K 4230/17)
- Bundessozialgericht, Urteil vom 18.03.2008, B 8/9b SO 9/06 R, lexetius.com; BSG, Beschluss vom 23.02.2016, B 8 SO 103/15 B
- § 90 SGB XII, § 1 Durchführungsverordnung zu § 90 Abs. 2 Nr. 9 SGB XII, § 648 BGB, § 1968 BGB, gesetze-im-internet.de, abgerufen am 18.10.2026
- FG Münster, Urteil vom 23.06.2025, 10 K 1483/24 E, iww.de, abgerufen am 18.10.2026
- § 10 ErbStG, gesetze-im-internet.de, abgerufen am 18.10.2026; BFH, Urteil vom 10.07.2024, II R 31/21, rewis.io, abgerufen am 18.10.2026
Dieser Ratgeber ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung. Die Nennung der Treuhandgesellschaft des Bundesverbands Deutscher Bestatter ist keine Empfehlung.